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Ratgeber · Aufrüstung

SSD nachrüsten oder neues Gerät kaufen? Eine ehrliche Rechnung

Eine SSD ist das Upgrade mit dem größten Effekt. Aber nicht jedes alte Gerät verdient es. Diese Kriterien entscheiden.

  • Aufrüstung
  • Lesezeit 5 Min.
  • Stand 15.09.2026
// RATGEBER

Wir bauen viele SSDs ein - und raten genauso oft davon ab. Der Unterschied liegt in vier Fragen, das Alter des Geräts allein sagt wenig: Datenträger, Prozessor, Arbeitsspeicher, Betriebssystem. So beantworten Sie sie selbst.

Frage 1: Ist die Festplatte wirklich der Flaschenhals?

Wenn das Gerät minutenlang startet, Programme sich verzögert öffnen und die Festplatten-Auslastung im Task-Manager (Windows) dauerhaft bei 100 % steht, ist es der Datenträger. Ein Rechner mit mechanischer Festplatte (HDD) oder Fusion Drive profitiert von einer SSD enorm: Start in 15 statt 120 Sekunden, Programme sofort da.

Hat das Gerät bereits eine SSD und ist trotzdem langsam, hilft eine neue SSD nicht - dann liegt es an RAM, Prozessor oder Software.

Frage 2: Reicht der Prozessor?

Faustregel: Intel Core i5/i7 ab etwa 2013 (4. Generation) oder Apple-Rechner ab 2013 sind mit SSD für Büro, Web, Video und Bildbearbeitung völlig ausreichend. Celeron, Pentium, alte Core-2-Duo und AMD-E-Serien dagegen bleiben auch mit SSD träge - hier ist ein Neugerät sinnvoller.

Frage 3: Wie viel Arbeitsspeicher?

4 GB sind heute zu wenig - der Rechner lagert ständig auf den Datenträger aus, und die SSD verdeckt das nur teilweise. 8 GB sind das Minimum, 16 GB bequem. Bei vielen Notebooks und iMacs bis 2019 lässt sich RAM nachrüsten; bei neueren Geräten und allen M-Macs ist er verlötet.

Frage 4: Bekommt das Gerät noch Updates?

Ein Gerät ohne Sicherheitsupdates ist ein Risiko, egal wie schnell es ist. Windows 10 erhält nur noch erweiterte Updates; Windows 11 verlangt TPM 2.0 und einen Prozessor ab etwa 2018. macOS unterstützt Macs meist sieben bis acht Jahre. Prüfen Sie, ob Ihr Gerät das aktuelle System noch bekommt - sonst lohnt das Upgrade nur für Offline-Nutzung.

Die Rechnung

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Wir sagen es Ihnen vorher: Wenn Ihr Gerät in die Kategorie „Neugerät“ fällt, bauen wir keine SSD ein - sondern helfen beim Umzug der Daten.

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