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Ratgeber · Sicherheit

PC verhält sich seltsam: 8 Anzeichen für Schadsoftware - und was Sie tun

Moderne Schadsoftware will nicht auffallen. Sie erkennen sie an Nebenwirkungen - wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

  • Sicherheit
  • Lesezeit 5 Min.
  • Stand 15.09.2026
// RATGEBER

Der klassische Virus, der den Bildschirm sperrt, ist selten geworden. Heute laufen Krypto-Miner, Adware und Datendiebe möglichst leise mit. Diese acht Anzeichen sollten Sie ernst nehmen - und so reagieren Sie richtig.

Die acht Anzeichen

  • Werbefenster, auch wenn kein Browser offen ist.
  • Fremde Startseite oder Suchmaschine im Browser, die sich nicht ändern lässt.
  • Rechner im Leerlauf laut und langsam - Task-Manager zeigt hohe CPU durch unbekannte Prozesse.
  • Virenscanner oder Windows Defender lässt sich nicht starten oder ist „deaktiviert“.
  • Neue Symbolleisten, Programme, Erweiterungen, die Sie nicht installiert haben.
  • Freunde erhalten Nachrichten von Ihnen, die Sie nicht geschrieben haben.
  • Passwörter funktionieren nicht mehr oder Konten melden fremde Anmeldungen.
  • „Ihr Computer ist gesperrt, rufen Sie an“ - Betrugsmasche, nie anrufen.

Sofort: Netzwerk trennen

  • WLAN aus oder Netzwerkkabel ziehen - Schadsoftware lädt nach und sendet Daten
  • Rechner nicht mehr für Bankgeschäfte oder Passwörter nutzen
  • Wichtige Passwörter von einem anderen, sauberen Gerät ändern (E‑Mail zuerst)
  • Nichts kaufen, nichts zahlen, keine Telefonnummer aus Pop-ups anrufen
  • Bei verschlüsselten Dateien: Rechner ausschalten, andere Geräte im Netz prüfen

Warum der Scanner nicht reicht

Ein Scanner, der auf dem infizierten System läuft, spielt gegen einen Gegner, der bereits im Haus ist: Schadsoftware kann Prozesse verstecken, den Scanner blockieren oder sich in Bereiche einnisten, die im laufenden Betrieb nicht prüfbar sind (Bootbereich, Firmware). Zuverlässig ist eine Offline-Analyse - der Datenträger wird an einem sauberen System geprüft.

Bereinigen oder neu installieren?

Adware und Browser-Hijacker lassen sich meist bereinigen. Bei Rootkits, Ransomware oder Fernzugriffs-Trojanern ist eine Neuinstallation mit Datenübernahme der sauberere Weg - niemand kann garantieren, dass nach einer „Bereinigung“ kein Rest bleibt. Wir sagen Ihnen nach der Analyse, welcher Weg bei Ihnen sinnvoll ist.

Damit es nicht wieder passiert

  • Updates für Windows/macOS, Browser und Office automatisch
  • Standardkonto ohne Administratorrechte für den Alltag
  • Passwort-Manager und Zwei-Faktor-Anmeldung für E‑Mail und Bank
  • Keine Software aus Downloadportalen mit „Installer“
  • Backup mit Versionen - gegen Ransomware die einzige echte Versicherung

Aus der Werkstatt

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